Der Sound schärbelt auf meiner Kiste leider ein bisschen sehr. Aber ich finde Gölä generell gut. Die Musik meine ich. Ansonsten war er ja wohl ein bisschen am rumeiern. Aber das bin ich ja auch, irgendwie.
Archive for Oktober 2008
Sprachregelungen verraten Denkschemen
In Uncategorized on Oktober 23, 2008 at 9:57heute gehört, angesichts eines Firmen-Quartalsberichts, als Erklärung für die negative Reaktion der Börse auf die zu wenig guten Nachrichten:
„der Gewinn ist im dritten Quartal nicht im gleichen Tempo gestiegen“
Das nennt man dann wohl „verlangsamtes Gewinnwachstum“. Es ist schon grauenhaft, wenn du im ersten Quartal 10% mehr Gewinn machst als letztes Jahr, im zweiten 25% und im dritten nicht mindestens 30%. Aufgut deutsch: Die Firma ist zu wenig gierig in ihrer Geschäftspolitik oder was?
Hallo? Befinden wir uns deshalb statt in einer Finanzkrise schon in einer Wirtschaftskrise?
Blau machen in Sachen seriös?
In Uncategorized on Oktober 23, 2008 at 3:43Immer wieder zum Staunen:
Wie wir uns doch hängen lassen, so bald wir „privat“ tun sollten, wofür wir tagsüber Lohn bekommen:
Den Umgang mit einander nicht im fehlenden Respekt vor die Sau gehen lassen zum Beispiel. Wobei das vielleicht daran liegt, dass der Respekt bei der Arbeit ja gar nicht vorhanden ist, sondern nur geschuldet, und privat, ja, da lässt man es dann laufen.
Aber weiter kommen wir ja damit in keinem Fall. Wir verludern nur innerlich und verlieren unsere Selbstachtung dabei. Denn ich weiss ja, dass der andere Respekt verdient. Dass ich erst nachfragen müsste, bevor ich kategorisch urteile. Dass es immer ein Abwägen gäbe.
Stattdessen schlampen wir so dahin, innerhalb der Vereinsvorstände z.B., aber auch in unserem überzogenen Urteil über diese Arbeit von Freiwilligen. Eines aber ist klar: Ein Dorfverein, der sich Intrigen leistet, der kann gleich die Rollos runterlassen.
Geldsachen sollten Tat-Sachen bleiben
In Uncategorized on Oktober 22, 2008 at 4:40Bin ich unabhängig? Ach was. Ich hänge in Gedanken und in meinem Streben so Vielem nach.
Beim Geld allerdings, da bin ich, irgendwie, wohltuend konsequent: Ich weiss nicht so recht, wie es rein kommt – dafür ist es mir relativ egal, wie es wieder rausgeht. Hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass ich nie behaupten könnte, dass ich schlicht alles wirklich verdient hätte, was mir bezahlt wurde, genau so, wie es ebenfalls wahr ist, dass ich sehr oft sehr viel mehr verdient hätte als nichts. Oder das Wenige.
Ich definiere mich nicht über meine Konto- oder gar Depot-Bestände. Ohne Schweiss treibende – oder zumindest Gedanken malträtierende Arbeit – Geld verdienen? Das erscheint mir einfach irgendwie trügerisch. Nicht betrügerisch, nein, aber ich sehe darin die grosse Gefahr, jenseits aller Realitäten nicht mehr zu wissen, woher das tägliche Essen eigentlich kommt.
Denn immer hat zumindest eine Frau oder ein Herr Jemand hart dafür geschuftet.
Schon Korrektur
In Uncategorized on Oktober 22, 2008 at 11:41Kaum habe ich begonnen und schreibe grossartig davon, wie sehr ich hier meinem Instinkt folgen will, brauche ich schon wieder meine „man-Wörter“. Schon muss ich streichen.
Wie schwierig ist es eigentlich, die gewohnten Winkelzüge und Rautenwege aufzugeben, und stattdessen direkt zum Ich zu gelangen. Hinkommen zu wollen. Und auch dies nicht nur zu sagen, sondern es auch wirklich zu wollen. Denn im Grunde fürchte ich mich ja davor. Wie vor allem Ehrlichen, das mir keine Flucht erlaubt.
Immer wieder die gleiche Sehnsucht
In Uncategorized on Oktober 22, 2008 at 11:30Endlich einmal drauflos schreiben, ohne Kalkül, ohne Nachdenken, ohne die Wirkung zu bedenken, wenn sie denn weiter von einem von mir entfernt zu suchen wäre als auf dem Schweiss der meiner eigenen Haut.
Sich Mich nicht kümmern um Reaktionen, nicht beeindrucken lassen von Stille. Nur schreiben. Sirachen dabei, wüten, toben, leben, lieben. Atmen oder röcheln. Und auferstehen aus dem Loch der Sinnlosigkeit und den Moment erreichen. Den einzigen. Das Jetzt.
Nein. Hier gibt es nicht mal Schlagworte. Und Kategorien? Scheisse. Ich will keine Ordnung. Ich will die bare Unordnung, den Fluss, den Impuls, denn für das Konzept, für die lang anhaltende Arbeit tauge ich nicht. Ich will jederzeit möglicherweise gleich mal weg sein oder stundenlang da bleiben. Und damit weit weg von anderen, anderem, allem.